Als Susanne Künast vor 15 Jahren Teil unseres Teams wurde, sah die Apothekenwelt noch anders aus.
Die meisten Kundinnen und Kunden gingen ganz selbstverständlich in ihre Apotheke vor Ort. Preisaktionen fanden vor allem auf verschiedenen gedruckten Flyern statt. Im Schaufenster wurde gezeigt, was gerade aktuell war. Wer eine Apotheke mochte, empfahl sie weiter.
Seitdem hat sich viel verändert. Für unsere Arbeit ist es deshalb nach wie vor wichtig, jemanden im Team zu haben, der die Apotheke hautnah kennt.
Weniger Apotheken, mehr Druck
Im Jahr 2015 gab es in Deutschland noch 20.249 öffentliche Apotheken. Ende 2025 waren es 16.601. Innerhalb von zehn Jahren sind damit mehr als 3.600 Apotheken verschwunden.
Hinter diesen Zahlen stehen viele einzelne Geschichten. Inhaberinnen und Inhaber, die keine Nachfolge finden. Teams, die unter Personalmangel leiden. Apotheken, bei denen Kosten und Erträge nicht mehr zusammenpassen.
Gleichzeitig hat sich das Einkaufsverhalten verändert. Rezeptfreie Arzneimittel werden heute häufig online bestellt. Versandapotheken erreichen in diesem Bereich inzwischen einen Marktanteil von mehr als 20 Prozent. Auch Drogeriemärkte und Discounter verkaufen Produkte, die früher meist in der Apotheke gekauft wurden.
Mit dem E-Rezept ist der Weg zur Onlinebestellung auch bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln einfacher geworden. Kundinnen und Kunden entscheiden heute von Fall zu Fall, wo sie einkaufen. Mal gehen sie in ihre Stammapotheke, beim nächsten Mal bestellen sie online.
Für Apotheken vor Ort bedeutet das: Sie können sich nicht mehr darauf verlassen, dass Kundinnen und Kunden automatisch wiederkommen.
Auch das Apothekenmarketing ist ein anderes geworden
Vor 15 Jahren bestand Apothekenwerbung zu einem großen Teil aus Print. Flyer wurden verteilt, Anzeigen erschienen im Wochenblatt. Die persönliche Beratung in der Apotheke sorgte für die Kundenbindung.
Print spielt auch heute eine wichtige Rolle. Viele Menschen nehmen einen Angebotsflyer mit nach Hause und schauen ihn in Ruhe durch. Doch der Flyer steht inzwischen selten für sich allein.
Kundinnen und Kunden suchen bei Google nach Öffnungszeiten oder prüfen, welche Apotheke in der Nähe liegt. Sie lesen Bewertungen und informieren sich auf der Website. Manche folgen ihrer Apotheke auf Instagram oder Facebook.
Damit sind neue Aufgaben hinzugekommen. Eine Apotheke muss auch online gut zu finden sein. Ihre Website sollte aktuell sein. Beiträge in den sozialen Medien brauchen Themen, die zur Apotheke und zu ihrer Kundschaft passen.
Werbung lässt sich heute außerdem genauer auswerten. Wir können sehen, wie viele Menschen einen Beitrag aufrufen oder auf eine Anzeige reagieren. Diese Zahlen sind hilfreich. Sie beantworten aber nicht jede Frage.
Eine Auswertung kann zeigen, welches Produkt oft gekauft wird. Ob es zu einer Preisaktion passt, hängt auch von der Jahreszeit und den Erfahrungen aus der Apotheke ab.
Und hier kommt Susanne Künast ins Spiel.
Was sich nicht aus einer Tabelle ablesen lässt
Susi ist PTA. Seit 15 Jahren arbeitet sie in Teilzeit bei THOR APOTHEKENMARKETING und bringt ihre Apothekensicht in unsere Arbeit ein.
Wenn wir die Produkte für eine Preiswerbung auswählen, schaut sie mit drauf. Sie kennt die Topseller und weiß, welche Präparate häufig nachgefragt werden. Sie merkt auch, wenn eine Auswahl zwar rechnerisch nachvollziehbar ist, für die Apotheke aber wenig Sinn ergibt.
Manchmal bestätigt sie unsere Vorschläge. Manchmal sieht sie es anders. Dann sprechen wir darüber.
Das ist wichtig, denn eine Agentur schaut aus der Marketingsicht auf ein Produkt. Eine PTA stellt andere Fragen: Wird danach in der Apotheke gefragt? Passt das Angebot zum tatsächlichen Bedarf der Kundschaft?
Durch Susi bleibt die Praxis Teil unserer Entscheidungen. Das war vor 15 Jahren wertvoll. Heute ist es noch wichtiger, weil der Markt unübersichtlicher geworden ist und Apotheken ihr Werbebudget sehr bewusst einsetzen müssen.
Preiswerbung darf Kunden einen guten Anlass geben, in die Apotheke zu kommen. Sie sollte zugleich zur jeweiligen Apotheke passen. Eine Aktion, die an einem Standort gut funktioniert, kann an einem anderen Standort die falsche sein.
Susanne Künast kennt diesen Unterschied. Deshalb hören wir ihr zu.
Eine Glücksfeder für „unsere PTA“
15 Jahre sind eine lange Zeit. In diesen Jahren haben wir viele Flyer geplant und noch mehr Produkte besprochen. Manches hat sich verändert. Susi ist geblieben.
Zum Jubiläum hat ihr Rebekka Thor eine Glücksfeder überreicht.
Der Name der Pflanze passt zu dem, was wir ihr sagen möchten: Wir sind glücklich, dass sie zu unserem Team gehört. Ihre Erfahrung hilft uns jeden Monat dabei, Werbung für Apotheken mit einem Blick auf den wirklichen Alltag zu entwickeln.
Liebe Susi, danke, dass du seit 15 Jahren mit uns arbeitest. Danke auch dafür, dass du deine Meinung sagst, wenn du etwas anders siehst.
Wir wünschen dir viel Freude mit deiner Glücksfeder. Sie soll gut wachsen, dir Freude und natürlich Glück bringen.
Schön, dass du bei uns bist.

